Zur Geschichte der Loge Post Nubila Phoebus

Der historische Hintergrund

Schon der Name der Loge Post Nubila Phoebus hat einen Bezug zur Vergangenheit. Er bedeutet: Durch Finsternis zum Licht. Denn für lange Zeit war das maurerische Licht in Aschaffenburg verloschen. In den Archiven von Paris und Mainz wurden Urkunden gefunden, die uns zeigen, wann das maurerische Leben in Aschaffenburg begann und wann es endete.

Etwa 1806 wurde die Loge Friedrich Carl Joseph zum goldenen Rade in Aschaffenburg eröffnet. Sie war Nachfolger einer Mainzer Loge, die mit einem Londoner Patent etwa um 1789 in Mainz gegründet wurde. Im Archiv der Post Nubila Phoebus befindet sich das Mitgliederverzeichnis der Aschaffenburger Loge Zum Goldenen Rade aus dem Maurerjahr 1811/1812, das 41 Mitglieder ausweist. Aus dem gleichen Jahr finden wir das Logenverzeichnis einer zweiten vollkommenen und gerechten Loge Karl und Eugen Napoleon zur festen Vereinigung, die ihr Patent von einer französischen Großloge erhalten hatte. Ehrenmitglied dieser Loge ist um 1811 der Fürst von Dahlberg, Domkapitular von Aschaffenburg und Bruder seiner königlichen Hoheit, des Großherzogs von Frankfurt.

Anlaß zur Auflösung der Aschaffenburger Loge war: "Die Einführung des französischen peinlichen Gesetzbuches (wie es in den alten Urkunden heißt) vermöge dessen 291 Artikel alle Versammlungen von Gesellschaften aus mehr als 20 Mitgliedern ohne Genehmigung der Regierung verboten sind." Der Polizeichef, Freiherr von Albini, teilte darauf den Logen mit, daß "Serenissimus sich nicht entschließen könne, die heimlichen Gesellschaften förmlich zu autorisieren." Der heute noch vorhandene Schriftwechsel bezüglich der Auflösung der beiden Aschaffenburger Logen ist eine Quelle interessanter historischer Details aus der damaligen Zeit. Eindeutig wird auch belegt, daß weder die katholische Kirche, noch das Verhalten der Logenmitglieder Anlaß zur Auflösung der Logen gegeben hat.

Ein neuer Anfang

Brüder, die einmal einer Loge angehört haben, aus beruflichen Gründen aber in Gegenden umziehen müssen, in denen keine Logen arbeiten, vermissen die maurerischen Arbeiten sehr. So ist es nicht verwunderlich, daß fünf Brüder a, 11. November 1966 in Dettingen eine maurerische Arbeitsgemeinschaft gründeten. Diese sollte in Aschaffenburg eine Johannisfreimaurerloge unter dem Namen "Post Nubila Phoebus" ins Leben rufen.

[in Arbeit - eine überarbeitete Version der Geschichte erscheint im Mai 2002]


© POST NUBILA PHOEBUS 2002 - Letzte Aktualisierung: 19. Febuar 2007